Sport zu jeder Jahreszeit
Wetterunabhängige Angebote für Freizeit,
Training und Kinder- und Jugendarbeit.
Vielen Dank, dass wir unsere Idee heute vorstellen dürfen. The Pitch Potsdam soll ein ganzjähriger Ort für Fußball, Padel und Begegnung in Groß Glienicke werden. Die gezeigte Halle ist eine Visualisierung unseres Gebäudekonzepts. Sie zeigt die gestalterische Richtung: eine ruhige dunkle Hülle, Holztragwerke und einen offenen Eingangsbereich. Gebäudeform, Tragwerk, Photovoltaik und Freiraum sind Entwurfsannahmen. Die Visualisierung zeigt keine geprüfte Einpassung in das Grundstück und keine genehmigte Planung.
Groß Glienicke lebt von seinen Vereinen, der Nachbarschaft und seiner grünen Umgebung. Daran möchten wir anknüpfen. Eine zusätzliche wetterunabhängige Sportstätte kann mehr Möglichkeiten im Alltag schaffen: für junge Menschen nach der Schule, für Familien am Wochenende und für Vereine beim Training. Wenn man nach dem Spiel noch bleibt, andere trifft und sich kennt, entsteht aus Sport auch Gemeinschaft. Das kann die Lebensqualität und die Attraktivität des Wohnorts stärken. Das Begegnungshaus und bestehende Sportangebote gehören bereits zum Ort. Mit ihnen möchten wir das Konzept abstimmen. Potsdam investiert zugleich in seine Sportinfrastruktur, auch in Krampnitz. Unser Projekt soll diesen Bestand sinnvoll ergänzen. Welche Angebote und Zeiten tatsächlich gefragt sind, wollen wir mit den Menschen und Einrichtungen vor Ort klären.
Außenansicht und geöffnetes Dach folgen jetzt derselben Grundidee: eine kompakte rechteckige Halle, Fußball hinten, Padel vorne und ein seitlicher Streifen für Empfang, Begegnung und Nebenräume. Vier Fußballfelder sowie fünf Doppel- und zwei Einzel-Padelplätze sind dargestellt. Ein gemeinsamer Querweg verbindet die Bereiche. Die Visualisierung erklärt die räumliche Atmosphäre und die geplante Zuordnung der Nutzungen. Konstruktion, Höhen, Abstände und Grundstückseinpassung sind fachlich zu entwickeln.
Das Sportangebot umfasst vier Fußball-Kleinfelder sowie fünf Doppel- und zwei Einzel-Padelplätze. Die eigene Innenraumvisualisierung zeigt einen möglichen Weg zwischen den Sportbereichen. Glas, Ballfangnetze und eine klare Orientierung sollen Sport und Aufenthalt verbinden. Das Bild zeigt einen räumlichen Ausschnitt und bildet nicht alle Plätze ab. Holztragwerke, Tageslicht und akustisch wirksame Flächen bilden die gestalterische Richtung. Mit dem Pitch Lab möchten wir Technik, Reaktion, Selbstvertrauen und Teamarbeit fördern. Trainer und Betreuung bleiben entscheidend. Die tatsächliche Konstruktion, akustische Leistung und Nutzbarkeit erfordern Fachplanung.
Ein Treffpunkt entsteht durch die Menschen, die ihn regelmäßig nutzen. Unser Nutzungskonzept verbindet deshalb buchbaren Sport mit sozialen Angeboten: kostenfreie oder deutlich vergünstigte Hallenzeiten für Kinder- und Jugendarbeit, einen kostenfreien Raum für lokale eingetragene Vereine und offene Spielzeiten ohne Vereinsmitgliedschaft. Denkbar sind Schul- und Gruppenangebote am Vormittag, Training und Jugendangebote am Nachmittag sowie Freizeit- und Vereinsnutzung am Abend. Das ist ein Nutzungsszenario, noch kein abgestimmter Belegungsplan. Empfang, Gastronomie und Sitzplätze sollen auch das Zuschauen und den Austausch ermöglichen. Umfang, soziale Kontingente und Finanzierung wollen wir konkret ausarbeiten und vertraglich absichern. Kooperationen mit lokalen Einrichtungen müssen wir dafür gemeinsam entwickeln.
Teilhabe braucht konkrete Vorkehrungen im Alltag. Kinder und Jugendliche brauchen Betreuung und bezahlbare Zeiten. Familien und Nachbarn sollen auch zum Zuschauen oder Treffen kommen können. Für Einsteiger und ältere Menschen denken wir an passende Gruppen und Sitzgelegenheiten. Barrierefreiheit soll von Anfang an mitgeplant werden: von Wegen und Orientierung bis zu Sanitär- und Umkleideräumen. Einzelumkleiden können Menschen unterschiedlicher Geschlechter, Begleitpersonen und Familien mehr Privatsphäre geben. Eine verständliche Buchung und persönliche Unterstützung am Empfang gehören dazu. Welche Angebote gebraucht werden, wollen wir mit lokalen Einrichtungen und Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen entwickeln. Das sind Planungsziele; barrierefreie Nutzbarkeit und soziale Kontingente sind noch konkret nachzuweisen und zu vereinbaren.
Das Projekt liegt im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke, nahe Berlin-Kladow. Die Karte zeigt die Einordnung im Umfeld von Potsdam und Spandau. Im Nahbereich sind die Potsdamer Chaussee und das Umfeld des Güntherwegs erkennbar. Die Markierung dient der Orientierung. Sie bestätigt weder eine Zufahrt noch eine genaue Grundstücksgrenze. Für unsere Idee ist eine gute Einbindung in den Ort entscheidend: zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Bedarf mit dem Auto. Wie die Verbindungen konkret funktionieren können, gehört zur Standortprüfung.
Die vorliegende Flurkarte nennt Groß Glienicke, Flur 16 und Flurstück 261. Der Auszug stammt von 2017. Rund 9.400 Quadratmeter sind eine Angabe aus den Projektunterlagen und aktuell zu bestätigen. Bevor wir eine konkrete Architekturplanung beauftragen, müssen wir insbesondere Planungsrecht, Waldstatus und Erschließung klären. Dazu kommen Verkehr, Stellplätze, sichere Wege, Schall, Licht, Natur und Entwässerung. Auch die Flächenbilanz aus Halle und Außenanlagen ist offen. Die Visualisierungen zeigen die angestrebte Qualität, ersetzen aber diese Prüfungen nicht. Dazu gehören eine Bestandsaufnahme der Bäume, ein Schall- und Lichtkonzept und ein belastbarer Vorschlag für Öffnungs- und Anlieferzeiten. Auswirkungen auf die Nachbarschaft und die Erschließung sollen früh im Fachdialog geprüft werden.
Die Vogelperspektive zeigt die gemeinsame Gebäudeidee mit geschlossenem Dach. Dunkle matte Fassaden und Holz sollen sich gestalterisch in das grüne Umfeld einfügen. Der helle Empfang orientiert sich zum Vorplatz. Das Dach verbindet großflächige Photovoltaik mit verglasten Tageslichtöffnungen. Bäume und Pflanzinseln gliedern die Stellplätze; ein eigener Fußweg führt zum Eingang. Die dargestellte Umgebung ist beispielhaft und bildet keinen erhobenen Baumbestand ab. Ein harmonisches Bild ersetzt nicht die Standortprüfung. Waldstatus, schützenswerte Bäume und Wurzelbereiche, Eingriffe in Natur und Landschaft sowie die tatsächliche Grundstückseinpassung müssen untersucht werden.
Unser Anspruch ist, das Dach auf allen geeigneten geschlossenen Flächen für Photovoltaik zu nutzen. Tageslichtöffnungen und notwendige Wartungs- oder Technikflächen bleiben dabei berücksichtigt. Verglaste Dachaufbauten sollen viel natürliches Licht in die Halle bringen. Für gutes Spielen müssen Blendung, sommerliche Überwärmung und Ballflug mitgeplant werden. Dazu kommen eine effiziente Gebäudehülle und zu prüfende Optionen wie Wärmepumpe, Wärmerückgewinnung und bedarfsgerechte Beleuchtung. Holz- oder Hybridbauweise und langlebige Materialien wollen wir über den Lebenszyklus bewerten. Regenwasser soll möglichst vor Ort zurückgehalten werden, soweit Boden und Standort dies zulassen. Baum- und Naturschutz sowie zurückhaltendes Licht sind Teil der Planung. Konkrete Energieerträge oder Einsparungen lassen sich heute noch nicht belastbar nennen.
Der Weg zum Eingang prägt den ersten Eindruck. Wir möchten Fahrräder und Lastenräder direkt am Haus unterbringen, den Zugang stufenlos gestalten und nahe gelegene geeignete Stellplätze für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen vorsehen. Sitzgelegenheiten und ein übersichtlicher Vorplatz machen das Ankommen angenehmer. Eine gute Verbindung zu den Wegen im Ort und zum öffentlichen Verkehr gehört dazu. Das sind konkrete Gestaltungsziele. Die tatsächliche Barrierefreiheit, Beleuchtung und verkehrliche Sicherheit müssen in der Planung nachgewiesen werden.
Errichtung und Betrieb sollen aus privatem Kapital finanziert werden. Unser Vorhaben sieht keine kommunale Baufinanzierung vor. Die Einnahmen aus buchbaren Sportangeboten sollen den Betrieb und die sozialen Nutzungszeiten ermöglichen. Investition, Personal, Energie und Instandhaltung müssen wir dafür belastbar kalkulieren. Die Finanzierung ist heute noch nicht abschließend gesichert. Unser Anspruch ist, wirtschaftliche Tragfähigkeit und den Nutzen für den Ort gemeinsam festzulegen. Soziale Kontingente sollen einen klaren Umfang und eine vertragliche Grundlage erhalten. Auch mögliche Folgekosten für Erschließung und öffentliche Infrastruktur müssen transparent zugeordnet werden; private Baufinanzierung bedeutet nicht automatisch, dass der Kommune keinerlei Kosten entstehen.
Zusammengefasst möchten wir einen Nutzen auf zwei Ebenen schaffen. Für Groß Glienicke geht es um ganzjährigen Sport vor Ort, soziale Angebote für Kinder und Jugendliche, Raum für Vereine und einen Treffpunkt für die Nachbarschaft. Das kann die Lebensqualität und die Attraktivität des Wohnorts stärken. Für Potsdam ergänzt das Projekt die Sportmöglichkeiten im Norden der Stadt. Private Investitionen sollen die Errichtung und den Betrieb ermöglichen, ohne dass eine kommunale Baufinanzierung vorgesehen ist. Soziale Kontingente und barrierefreie Zugänge sollen Teilhabe unterstützen. Photovoltaik, Tageslicht und ein effizienter Betrieb gehören zum Nachhaltigkeitsanspruch. Diese Vorteile sind unsere Projektziele. Bedarf, Standortverträglichkeit, Finanzierung und verbindliche soziale Angebote wollen wir im nächsten Schritt gemeinsam konkretisieren.
Wir bitten heute um politische Begleitung einer ergebnisoffenen Prüfung. Der erste Schritt ist der Fachdialog über Planungsrecht, Waldstatus und Standort. Parallel wollen wir den Bedarf und soziale Nutzungszeiten mit Vereinen, Schulen, Begegnungshaus und Nachbarschaft konkretisieren. Darauf sollen eine überarbeitete Flächenplanung, Untersuchungen zu Natur, Verkehr, Schall und Licht sowie ein belastbares Betriebs- und Finanzierungskonzept folgen. Mit diesen Ergebnissen möchten wir wieder auf den Ortsbeirat zukommen. Heute geht es um Unterstützung für diesen Prüfweg. Unser Ziel bleibt ein tragfähiger Sport- und Begegnungsort mit nachvollziehbarem Nutzen für Groß Glienicke. Vielen Dank. Wir freuen uns auf Ihre Fragen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Für Fragen, Anregungen und den weiteren Austausch stehen Ihnen Gökhan Durmaz und Guido Kurth gerne zur Verfügung.